Buch-Kritik: Spectrum
Von Ethan Cross, Belletristik auf Deutsch
Spectrum ist ein Thriller, der mit einer Geiselnahme in Las Vegas beginnt. Im Zentrum der Handlungen stehen ein Leiter ein SWAT-Teams, ein hochrangiger FBI-Ermittler und ein hochintelligenter FBI-Berater mit Asberger. Die Geiselnehmer ist mehr als sie zu Anfang scheint und so entwickelt sich die Geschichte zu einem Spionagethriller mit leicht internationalem Flair. Mafia, mysteriöse Superschurken, CIA, Söldner sowie eine Südafrikanische Ermittlerin peppen die Geschichte etwas auf.
Das aufgedeckte Komplott ist interessant. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass hier keine Science-Fiction Elemente enthalten würde. Es hätte bestimmt eine stimmigere Lösung gegeben. Der Autor erzählt die Geschichte in über 100 kurzen Kapitel jeweils aus der Sicht einer anderen Person. Zu Beginn werden dadurch immer neue Charaktere in die Erzählerrolle gerückt. Dabei kommen sowohl die “Guten” als auch die “Bösen” an die Reihe. Nach einer Weile konzentriert sich der Autor auf eine Hand voll Charaktere. Hier fragt man sich manchmal, wieso der ein oder andere Charakter überhaupt als Erzähler eingeführt werden musste.
Die drei Hauptpersonen und ein “Böser” werden recht eingehend beleuchtet. Allerdings sind trotz der interessanten Hintergrundgeschichten diese Personen so deutlich nach Gut und Böse getrennt, dass es fast langweilig ist. Interessanter wäre da eher der CIA-Agent gewesen, der allerdings nie in der Erzählerrolle auftauchte.
Am Ende sieht es so aus, als ob mit dem Buch der Grundstein für eine Serie gelegt wird, die sich um den hochintelligenten FBI-Berater dreht. Zum Ende 2017 gibt es allerdings noch kein neues Buch in dieser Reihe.
Empfehlung: Als eBook ist es das schnelle Lesen wert. Wenn man es verpasst, verpasst man aktuell jedoch nichts. Eventuell wird das Buch mit Nachfolgeromanen als Reihe interessant.